Infusion oder Tablette: Was kommt wirklich an?
Tablette oder Infusion? Wir erklären ehrlich, wie sich beide Wege unterscheiden und für wen eine Infusion überhaupt in Frage kommt.
Vorweg das Wichtigste: Wer sich ausgewogen ernährt und gesund ist, deckt seinen Grundbedarf an Vitaminen in aller Regel über das Essen. Eine Infusion ist kein Muss und kein Ersatz für einen gesunden Alltag.
Trotzdem ist der Unterschied zwischen Tablette und Infusion real. Und es lohnt sich, ihn zu verstehen.
Der Weg über den Darm
Alles, was du schluckst, muss erst über den Darm aufgenommen werden. Bei Vitamin C zum Beispiel ist diese Aufnahme begrenzt: Ab einer bestimmten Menge nimmt der Körper nicht mehr viel zusätzlich auf, der Rest wird wieder ausgeschieden. Mehr Tabletten bedeuten also nicht automatisch mehr Vitamin C im Blut.
Der direkte Weg
Bei einer Infusion gelangt der Wirkstoff direkt in die Vene. Der Umweg über den Darm fällt weg. Damit lassen sich Konzentrationen im Blut erreichen, die über Tabletten nicht möglich sind. Ob das für dich sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Und genau die klären wir vorher.
Was vor einer Infusion passiert
- ein Gespräch über deine Vorgeschichte, Medikamente und Erwartungen
- bei hochdosiertem Vitamin C vorher ein Bluttest auf G6PD-Mangel, weil die Infusion dann nicht gegeben werden darf
- eine ehrliche Einschätzung, ob eine Infusion überhaupt zu dir passt
Nicht, wenn du
- schwanger bist oder stillst, ohne dass wir das vorher abgestimmt haben
- eine eingeschränkte Nierenfunktion hast
- auf schnelle Wunder hoffst
Eine Infusion ist kein Ersatz für ärztliche Behandlung, Schlaf, Bewegung und gutes Essen. Sie kann für manche Menschen eine Ergänzung sein. Für andere ist sie überflüssig. Wir sagen dir ehrlich, zu welcher Gruppe du gehörst.
Wenn du unsicher bist, starte mit einem kurzen Beratungsgespräch.
Noch Fragen? Dann lass uns reden.
Im Beratungsgespräch schauen wir uns deine Situation an und sagen dir ehrlich, was wir für sinnvoll halten. Auch wenn die Antwort Nein ist.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beratung, Untersuchung oder Behandlung durch eine Ärztin, einen Arzt oder eine Heilpraktikerin.